chinesiches Zeichen

Interdependenzen zwischen Staat und Buddhismus in China

Carsten Krause

Seit der Verbreitung des Buddhismus in China sind gut zweitausend Jahre vergangen. Die Aufnahme und Wirkung buddhistischen Denkens und Handelns in China ist verschiedentlich zum Gegenstand der Forschung geworden. Gerade dem Verhältnis zwischen staatlichen und buddhistischen Institutionen und Vertretern galt sowohl hinsichtlich der Verwurzelung des Buddhismus in China als auch seiner Weiterentwicklung besonderes Forschungsinteresse. Denn die aus Indien stammende Religion war zunächst als Fremdkörper betrachtet worden und im Laufe der Zeit – und der wechselvollen Anpassung – immer wieder Gegenstand spannungsreicher Kontroversen.Bei der Frage nach dem Verhältnis zwischen „Buddhismus“ und „Staat“ in der heutigen VR China mag die von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) geprägte politische Autorität auf Seiten des Staates relativ klar zu fassen sein. Anders verhält es sich beim „Buddhismus“. Die buddhistische Geschichte in China hatte nicht zur Herausbildung einer landesweiten buddhistischen Vereinigung geführt, nicht zu einer autoritativen Leitfigur und nicht einmal zu einem etwa der Bibel oder dem Koran vergleichbaren Kanon. Was unter „Buddhismus“ gefasst werden kann, mag mit der weltweit konsensualen Mindestforderung der Zufluchtnahme zu den „Drei Kostbarkeiten“ (sanbao) Buddha, Dharma und Sangha zu umreißen sein. So war die buddhistische Religion in China aber stets ein heterogenes Phänomen, das sich durch unterschiedliche Organisationsformen sowie regionale und doktrinäre Unterschiede auszeichnete. [...]

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Religious Policy towards Tibetan Buddhism in the People’s Republic of China

Martin Slobodník

Some preleminary notes
The aim of the present paper is not a detailed analysis of the development of the religious policy of the Chinese Communist state towards Tibetan Buddhism on the institutional (i. e. in relation to the web of Tibetan Buddhist monasteries) and individual levels (i. e. in relation to the individuals: monks, nuns and laymen) since 1949 up to the present day. I want just to focus on some issues which – with regard to Tibetan Buddhism - make the state – church relation special and therefore will illustrate the obstacles, hindrances and conflicts in the implementation of the religious policy in Tibetan areas in the People’s Republic of China. [...]

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The German translation of this article was published in China heute XXIII (2004), No. 3 (133), p. 97-101.



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