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30.06.2007 Papstbrief zu China

Den deutschen Wortlaut des am 30.06.2007 erschienenen Papstbriefes an die Gläubigen in China, sowie eine erläuternde Anmerkung des Presseamtes des Heiligen Stuhls finden Sie hier als PDF zum Download.

Kommentare zum Brief des Papstes

P. Anton Weber SVD, Direktor des China-Zentrums

Zwischen Erwartung und Erfüllung: Eine Gratwanderung
Veröffentlicht am 05.07.2007 in Die Tagespost, S. 9.

Nach dem Brief ist vor dem Brief?
Fazit zum Brief des Papstes an die katholische Kirche Chinas

Veröffentlicht in missio korrespondenz, Nr. 3/2007, S. 5-6.
 

P. Roman Malek SVD, Direktor des Instituts Monumenta Serica

Der Weg zu einer weltkatholischen Identität. Notizen zum Brief von Papst Benedikt XVI. an die Kirche in der Volksrepublik China
Veröffentlicht in China heute, Jahrgang XXVI (2007) Nr. 4-5 (152-153), S. 159-175
 

Kommentare aus China

Qin Gang (Außenministerium der VR China)

Kardinal Joseph Zen

Bischof Aloysius Jin Luxian

Bischof Lucas Li Jingfeng

Bischofskoadjutor Petrus Feng Xinmao

Bischof Julius Jia Zhiguo

ein Untergrundpriester
 

Zur weiteren Information

Mit der päpstlichen Aufhebung verschiedener Direktiven geht ein Stück der Kirchengeschichte in China zu Ende. Einige dieser Dokumente wurden publiziert, andere nicht. Daher scheint es angebracht, hier an drei der wichtigsten und einflussreichsten Direktiven (zwei vatikanische und eine aus der chinesischen Untergrundkirche) zu erinnern und sie erstmals auf Deutsch zu veröffentlichen, gleichsam als Mosaiksteine zur Geschichte der Kirche in der VR China. Sie sind wichtig, um den Brief des Papstes insgesamt zu verstehen. Es geht auch darum, die Aussagen des Papstbriefes (die Theologie des II. Vatikanums) mit der Theologie der Kirche in der VR China zu kontrastieren. Insbesondere die „Dreizehn Punkte“ von Bischof Fan Xueyan (Anhang III) sind Zeugnis der chinesischen katholischen Mentalität im 20. Jh., die von einer großen Gruppe der Katholiken in China gepflegt wurde und – wie es scheint, trotz des Papstbriefes – weiter gepflegt wird. Die Aussagen von Bischof Ma Ji (Anhang IV) sind dagegen ein klares Wort über die nichtkirchliche Natur der Patriotischen Vereinigung und gehören zu den im Papstbrief immer wieder erwähnten „mutigen Zeugnissen“ der Katholizität in China. Im Anhang V wird an die Empfehlungen der Untergrund-Bischofskonferenz an den Hl. Stuhl aus dem Jahr 1993 erinnert. Die Empfehlungen sowie die in diesem Dokument gestellten Fragen scheinen die Untergrund-Katholiken, vor allem die Bischöfe und Priester, auch nach dem Papstbrief sehr zu bewegen – wie aus veröffentlichten und noch mehr aus unveröffentlichten (privaten) Stellungnahmen zu entnehmen ist. „Wie weit werden die Zugeständnisse gehen?“ ist eine wichtige Frage der „Nachbriefszeit“; die Wünsche und Forderungen der Bischöfe werden in dieser oder anderer Form bei den künftigen sino-vatikanischen Verhandlungen erneut zur Sprache kommen.
(Roman Malek)
 

Anhang I: Erlaubnisse und Privilegien für Priester und Gläubige, die in China weilen, solange die jetzigen Umstände andauern (1978)

 
Anhang II: Die sog. „Acht Punkte“ von Kardinal Jozef Tomko (1988)


Anhang III: Die sog. „Dreizehn Punkte“ von Bischof Fan Xueyan (3. Januar 1988)


Anhang IV: Bischof Ma Ji: Meine Erklärung (1988)


Anhang V: Empfehlungen der Untergrund-Bischofskonferenz Chinas an den Heiligen Stuhl (1993)



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