Das China-Zentrum e.V. besteht seit 1988. Der als gemeinnützig anerkannte Verein fördert Begegnungen und den Austausch zwischen den Kulturen und Religionen im Westen und in China.

Eine einmalige Situation: Die katholische Diözese Hongkong zwanzig Jahre nach der Rückgabe Hongkongs an China

Anthony Lam

Selbst wenn man den politischen Aspekten der zwei Jahrzehnte seit der Übertragung der Souveranität Hongkongs von Großbritannien an China keine besondere Beachtung schenkt, sind die Auswirkungen auf die katholische Kirche Hongkongs doch von einer Einmaligkeit, wie sie wohl keine andere Lokalkirche in der Welt erlebt hat.
Die Kirche von Hongkong steht unmittelbar vor der Emeritierung des zweiten seiner beiden Kardinäle. 2009 ist Kardinal Zen als Bischof von Hongkong in den Ruhestand getreten, nachdem er mehrere Male den Heiligen Stuhl darum ersucht hatte. Sein Nachfolger, Kardinal Tong, war, als er Bischof der Diözese wurde, nicht viel jünger als Kardinal Zen. Beide waren zusammen 1996 als Teil der Vorbereitungsstrategie für einen reibungslosen Übergang der Souveranität Hongkongs im Jahr 1997 zu Bischöfen geweiht worden.
Mit dem geplanten Ruhestand von Kardinal Tong als Ordinarius der Diözese im August 2017 geht auch die Phase des Übergangs im Wesentlichen zu Ende. Die Diözese Hongkong wird dann mit dem Antritt der Nachfolge durch den Koadjutor-Bischof Michael Yeung als neuem Ordinarius der Diözese wohl auch in eine neue Phase eintreten.
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