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Mit Gottvertrauen durch hundert Jahre chinesische Geschichte. Bischof Zong Huaide – ein Portrait

Kong Xishen
Ein chinesisches Sprichwort lautet: „Vieles mag kostbar sein im menschlichen Leben – Dinge wie Becher aus Gold und Silber, aber nichts kommt an Wert dem guten Ruf bei den Mitmenschen gleich.“ Bei der Feier des 90. Geburtstags seines Vorgängers Zong Huaide im Bischofsamt der Diözese Sanyuan, Provinz Shaanxi, sagte Bischof Han Yingjin in seiner Festrede: „Wofür unser altehrwürdiger Bischof sich sein Leben lang empfänglich zeigte, waren nicht Gold und Silber, sondern die Anerkennung der Menschen. Es waren weder Besitz noch Stellung, es war allein die Achtung der Menschen.“ Am 4. August [2017] hat die Autorin dieser Zeilen voll größter Bewunderung den 97-jährigen, überall in höchstem Ansehen stehenden Bischof Zong Huaide besucht.
Als der Priester Su Shengyi mit der Autorin zusammen den Hof der Kirche in Tongyuan betrat, war das erste, was das Auge sah, ein übers ganze Gesicht strahlender Bischof Zong Huaide, der, aufrecht im Sessel sitzend, das kleine Handbuch „Liturgische Feier der Barmherzigkeit“ in den Händen haltend, ehrfürchtig den Text rezitierte, das Ohr noch voll aufnahmefähig und das Auge noch scharf trotz des hohen Alters. Als der alte Bischof uns sah, erstrahlte sein Gesicht in Freude und Begeisterung, für die Autorin ein Zeichen echter Freundschaft und Nähe. Während des Interviews mit dem Bischof verstärkte sich noch spürbar dieser Eindruck, eine Erfahrung, die fürs ganze Leben unvergesslich bleibt.
Bischof Zong hat auf seinem langen Glaubensweg, der sich nahezu über ein ganzes Jahrhundert erstreckt, wie auf hoher See, ungeachtet des Windes und der Wogen, aber in Glaube und Liebe dem Herrn verbunden, bei jedem Sturm und Wetter seine Segel ausgespannt. Die Kraft eines solchen überzeugten Glaubens hat zweifellos ihre Wurzeln in der Glaubenserziehung in der Familie.
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